18/207 Gasgewinnung in der Nordsee ONE-Dyas - schriftliches Scoping-Verfahren

Basis-Angaben zum Vorgang
ID:
5037
Fortschritt: 
in Bearbeitung
Vorgangsart: 
Antrag
Verfahrensart: 
Planfeststellungsverfahren (PFV)
Adressen: 
Borkum
Leer
Deutschland
Übergeordneter Vorgang: 
Eingangsinfos
Eingangsdatum: 
Donnerstag, 8. Oktober 2020
Bearbeitung des Verfahrens
Frist (für ehrenamtliche Bearbeiter): 
Dienstag, 24. November 2020
Dokumente
Öffentliche Dokumente: 

Kommentare

Fossiles Gas ist klimaschädlich - Stoppen Sie das Projekt Gaswinning N05-A!

Sehr geehrte Damen und Herren!
Die Förderung fossiler Brennstoffe lehne ich ab und bitte ONE-Dyas B.V. dringend von diesem Projekt abzusehen, es zu direkt wieder zu stoppen und stattdessen lieber erneuerbare Energie zu erzeugen.

Zu diesem Projekt darf keinesfalls eine Zustimmung erfolgen, denn es ist höchst klimaschädlich ist und dramatisch riskant für die Umwelt!
Beides dürfen wir nach unserem jetztigen Wissenstand nicht riskieren.
Die Förderung von fossilem Gas zu genehmigen, obwohl die Pariser Klimaziele, sowie die nationalen Klimaziele den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger erfordern, ist ein großer Fehler.
Mit jeder Erdgasförderung gehen Blow-outs, Abfackelungen und Leckagen – auch bei den Pipelines, Rohren... einher.
Methan ist dazu ein extrem klimaschädliches Treibhausgas.

Ich finde es unverantwortlich, dass im Zeitalter des Klimawandels der Abbau von fossilen Brennstoffen hier noch ausgebaut werden soll. Es gab Erfahrungswerte im Raum Groningen. Die Erdgasförderung wurde wegen Erdbebenschäden und letzendlich massivem Druck aus der Groninger Bevölkerung eingestellt. Die Erdbeben und mögliche Schäden an Bauwerken wollen wir nicht auf Borkum.
Unser Haus auf Borkum steht unter Denkmalschutz. Es wäre sehr bedauernswert, wenn es durch Erdbeben beschädigt werden würde. Wer übernimmt denn dann die entstehenden Kosten und wie bürokratisch ist dann die Regulierung? Gilt das Deutsche oder das Niederländische Bergrecht? Wer bezahlt den Sachverständigen? Wie lange dauert dann die Regulierung und die Entschädigung?
Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn sich viele Bürger gegen diesen Vorhaben aussprechen.

Bild des Benutzers Borkum26757

Hallo und Moin, Sehr geehrte (r) Dame (n) Frau (en) und Herr (en), Entscheider
Hallo en Moin, lieve (r) Dame (n) Mevrouw (en) en Besluitvormers
Die Nordseeinsel Borkum mit Hochseeklima, ist die größte der ostfriesischen Inseln und liegt im Übergangsgebiet zwischen Wattenmeer und Nordsee. Alle Inselbewohner sind ausschließlich vom Tourismus abhängig. Dieses ist unsere Existenz und unsere Lebensgrundlage. Wir bieten unseren Gästen die Grundlage für einen erholsamen Urlaub, saubere Badewasserqualität an unseren weiträumigen Sandstrand, gesunde jod- und salzhaltige Atemluft – ohne große Emissions- Luftschadstoffbelastungen, eine einmalige Naturschönheit, die bislang durch die Borkumer Bevölkerung über Jahrhunderte mit großen Erfolg verteidigt und erhalten wurde.
Die Insel Borkum ist integriert und umgeben von dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, dem Weltnaturerbe Wattenmeer, dem Biosphärenreservat Niedersächsischen Wattenmeer, Flora – Fauna – Habitat (FFH) Vogelschutzgebieten, der trilateralen Conservation - Area des Wattenmeeres und dem trilateralen PSSA Wattenmeer, dem Weltnaturerbe Wattenmeer, ECARF- allergiefreundliche Nordseeinsel.

Wegen dem hohen Stellenwert dieser Naturgüter ist es mir / uns - auch vielleicht anderen Inselbewohnern äußerst wichtig, dass unsere Insel und unsere Lebensgrundlage langfristig erhalten und für die zukünftigen Generationen gesichert wird.

Deshalb engagiere ich mich besonders dafür, dass die Erholungs- und Lebensqualität, dass Risiko vor Umweltgefahren in der Folge von Umweltkatastrophen weitgehend ausgeschlossen werden.

Wir alle Menschen brauchen fossile Rohstoffgewinnung, die man in unterschiedlicher Gebrauchsart benutzt. Diese sind Welttechnisch begrenzt; so auch innerhalb der AWZ jeweiliger Nordseeanrainerstaaten. Hierfür sind nun die Menschen bereit, Regeln aufzustellen um diese Wertgüter zu schützen; einzigallein sind Wirtschaftslobbyisten diejenigen, die nur einen finanziellen und wirtschaftlichen Hintergrund hierdurch ohne von Umweltfolgen sehen.

Hinsichtlich Ihres Ansinnens beabsichtigen Sie ca. 20 Kilometer (10,80 SM) vor der niederländischen Insel „Schiermonikoog“ „Rottumeroog“ und „Rottumerplaat“ sowie vor der deutschen Nordseeinsel „Borkum“ im Hochseeklima die Errichtung einer Plattform im Feld No5-A, mit der Durchführung einer Tiefenbohrung (zusätzlich 12 Bohrlöcher) mitunter in Anspruchnahme von Verlegung einer Gaspipeline, die mit Sicherheit zum bestehenden Gaskraftwerk/Kohlekraftwerk in Eemshaven verlegt wird.

Lt. der Übersichtskarte liegt No5-A mehr zur deutschen Nordseeinsel Borkum im nordwestlichen Bereich, gegenüber der Westerems, zuführend zum Tiefwasserschifffahrtsweg.

Wie in der zurückliegenden Vergangenheit, hinsichtlich von UVP´s, sind Eingaben oder die ganzheitlichen Gegenstellungen oder das Protestieren der Bauvorhaben, das wirtschaftliche vor den im Ems Delta lebenden Menschen und dessen Natur vorgezogen worden, sogar auch im Sinne einer Nichtbaugenehmigung. Alle Klimaemissionsgrundlagen sind in Instanzen diesbezüglich fast nicht beachtet oder auch in Stellungnahmen niederschwellig vernachlässigt worden.

Dieses konnte man bei der Wvo-vergunning – Akzo Nobel Chemicals B.V – Membran Elektrolyse Bedrijf Delfzijl DNN 2004/854 (Chlor- und Monochloressigsäureproduktion) deutlich mitverfolgen. Des Weiteren sind auch alle Widersprüche fast bist gar nicht in der UVP „Verbesserung der Fahrrinne Eemshaven-Nordsee“ beachtet worden.

Anhand von Medienberichten und persönlichen Erlebnissen sowie von verbalen mündlichen Überlieferungen der niederländischen Bevölkerung, sind Folgen von Gasförderung – Erdbeben mit z.B.: 8. Januar 2018 - Groningen - Erdbeben - Magnitude 3.4. | 22.05.2019 – Groningen – Erbeben - Magnitude 3.4. – somit sind Schadenswerte von 1,05 erreicht. Über 1000 Schadensmeldungen! Werden hier durch Spalten im Erdbereich die Radonwerte in Häusern steigen und dadurch Krankheiten verbreiten?

Hierdurch werden Erdsedimente verschoben, die beachtliche Schäden an Natur, Sturmflutbefestigungen sowie der baulichen Infrastruktur von Häusern und Straßen Folgen haben wird. Dieses ist zu „Keiner Zeit“ hinnehmbar! Zusätzlich werden psychosomatische Angstzustände der Bevölkerung ausgelöst ggf. auch Herzrhythmusstörungen, durch Erdsedimentstörungen.

Borkum mit alter Bauweise, der mit Muschelkalk gemauerten alten Bauwerke mit 0,80m tiefen Erdfundamenten, werden dieser Erdbeben wohl nicht standhalten können. Insofern steht unser Alter Leuchtturm bereits seit 1576; dieser steht unter Denkmalschutz und ist mit Muschelkalk gemauert; schon heute habe ich bedenken, wenn dieser Schäden durch Erdbeben bekommt; Inselbewohner und Gäste würden durchaus aggressiv in ungehemmter verbalen Verlaufsform hierüber nicht zufrieden sein. Mit Regressforderungen wird man sich nicht zufriedengeben; daher keine Gasförderung!

Im weiterem Sinne wird im Zusammenhang von Erdgasförderung bestimmte Verfahren angewendet um dieses zum Gebrauch aufzubereiten. Hierbei wird mit unerwünschten Begleitstoffen gearbeitet, wie:“ Glycol – zur Entfernung der Restfeuchte; Kohlenwasserstoffe und Quecksilber müssen vor Einspeisung aus dem Gas gefiltert werden“;….wo bleiben diese Chemikalien und oder wie werden diese hin befördert bzw. aufgearbeitet?

Den allergrößten Einspruch auf Gasförderung ist der Nahbereich der Gründung einer Bohrinsel zur Gasförderung zur bewohnten Insel mit über 5.000 Einwohner und saisonal zusätzlich 25.000 Gästen. Bei einem Unfall zur Folge würde Gaskonzentrat unkontrolliert ins Meer strömen und somit würde eine Sperrzone von 5 SM (9,26 Km) dann eingerichtet. Also; kurz ca. 10 Km vor Borkum eine Meeresverunreinigung, Sperrzone für Flugzeuge und Drehflügler sowie Schiffe, ggf. sogar die Evakuierung der Nordseeinsel Borkum. Da durchaus eine Gasleckschließung über ein halbes bis zu einem dreiviertel Jahr bedeutet, ist somit die Tourismussaison mit Badeverboten beendet. Es würde lange Zeit in Anspruch nehmen, hier wieder Tourismus zu etablieren. Da das austretende Gaskonzentrat brennbar und Explosiv ist, kann man hier auch von einem unkontrollierten nicht löschbaren Brand ausgehen. Auf der Wasserfläche wären Umweltauswirkungen in Form eines Schmierfilmes mit übergroßen Ausmaß. Bei widrigen Windeinflüssen von Seiten der Gasbohrinsel bei Unfall, sind Atemwegsreizungen nicht ausgeschlossen. Da auf der Insel viele Menschen mit COPD und Asthma u. a. Erkrankungen anzutreffen sind, wäre man für einen MANV auf der Insel nicht med. ausreichend ausgestattet.

Durch diesen Gasschmierfilm würde die Meeresfauna im Wattenmeer zerstört, zusätzlich würden die Kinderschule der Fische sowie Meeressäuger im nahen Küstenbereich für gewisse Zeit - nicht oder nie wieder hier vor der Küste ansiedeln.

Desgleichen würden unsere Seehunde abwandern und dadurch touristische Traditionseinrichtungen wegfallen. Auch unser feine reine Sandstrand würde die Grundlage der Farbgebung sowie des Reinheitsgebotes entzogen. Die Badewasserqualität würde zusätzlich sich gänzlich unter dem Aspekt eines Badeverbotes negativ auswirken.

Dieser sogenannte „Blow outs“ wäre für die Westfriesische sowie der Ostfriesischen Nordseeanrainer der sog. Fall-out - innerhalb der geschichtlichen Historie, wobei sich die Bevölkerung nicht wieder auf „Jahrzehnte“ wirtschaftlich erholen würde.

Mein Fazit zum Schluss,

1. Einstellung der UVP
2. Einstellung des Vorhabens Gasbohrungen vorzunehmen
3. Einstellung der Gasförderung
4. Keine Verlegung einer Pipeline
5. NLWKN ungenügend für Gas-Unfall personell und technisch ungenügend ausgestattet
6. Rettungs- Institutionen für Gas-Unfall personell und technisch ungenügend ausgestattet
7. Stadt Borkum für Gas-Unfall personell und technisch ungenügend ausgestattet
8. Inseleinwohner nicht transparent über Folgen aufgeklärt

Mögen die Entscheider, mit den Inhalten aller Stellungnahmen; es Beschließen, dieses Ansinnen nicht weiter zu Verfolgen!